Moin-Moin liebe Leser,

der Bundesfinanzhof hat vor Kurzem entschieden, dass beim so genannten Steuerbonus für Handwerksleistungen auch Aufwendungen für Erweiterungs- oder Umbauten an Gebäuden steuerlich geltend gemacht werden können. Auf eine Unterscheidung zwischen Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten wird verzichtet.

Mit seiner Entscheidung hat der Bundesfinanzhof die lange Zeit umstrittene Frage geklärt, ob der Steuerbonus für Handwerksleistungen gemäß § 35 Abs. 2 Satz 2 Einkommenssteuergesetz auch Maßnahmen umfasst, die steuerlich zu den so genannten Herstellungskosten führen. Dies ist etwa bei umfassenden Sanierungen der Fall, wenn beispielsweise das Dachgeschoss ausgebaut oder ein Wintergarten errichtet wird.

Nach Ansicht der Bundesfinanzhofes werde nicht mehr zwischen Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten differenziert („§ 35 a Abs. 2 Satz 2 Einkommenssteuergesetz begünstigt deshalb Instandsetzungsmaßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung des vertraglichen oder ordnungsgemäßen Zustands sowie Modernisierungsarbeiten und zwar unabhängig davon, ob die Aufwendungen für die einzelne Maßnahme Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand darstellen“).

Allerdings bleibt es dabei: Aufwendungen für so genannte Neubauten eines Gebäudes sind steuerlich nach wie vor nicht berücksichtigt.

Fördervoraussetzungen bleiben unberührt
An den bisherigen Fördervoraussetzungen ändert sich durch das Urteil des Bundesfinanzhofes im Übrigen nichts. Welche dies genau sind, finden Sie in meinem Artikel „Steuern sparen mit Handwerkerrechnung“.

Natürlich berücksichtigen wir diese Vorgaben bei der Auftragsabwicklung und gehen bei der Rechnungsstellung nach Absprache mit Ihnen darauf ein.

Erstmal tschüs sagt
Ihre Sonja Lohse

PS: Wenden Sie diesen Steuerbonus in Ihrer Einkommensteuererklärung an? Wie sind Ihre Erfahrungen hiermit?

Quelle: Handwerkskammer (HW), Lübeck

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